Links überspringen

Verkehr: vor Ort hinschauen

Nur wer die Situation vor Ort kennt, kann in Verkehrsfragen sinnvolle

Entscheidungen treffen. Das gilt ganz besonders für unsere sensible Alpenregion.

Auf meine Initiative hin wird es daher ein Treffen zwischen Mitgliedern des

Verkehrsausschusses im Nationalrat und jenen des Tiroler Landtags geben,

Lokalaugenschein inklusive. Denn am Papier sieht vieles anders aus als in

der Realität. Wer die Topografie, das Verkehrsaufkommen, die Belastung für die

Bevölkerung direkt miterlebt, der diskutiert und entscheidet hoffentlich anders.

Bereits im Februar hat die Tiroler EU-Abgeordnete Sophia Kircher ihren Kollegen

aus dem Verkehrsausschuss des Europäischen Parlaments, Jens Gieseke und

Andrey Novakov beim Besuch im Brennerbasistunnel und bei der Luegbrücke

gezeigt, wie groß der Druck auf unsere Region ist und wie wichtig die

Verlagerung des Güterverkehrs auf die Schiene bleibt. Wir machen unsere

Hausaufgaben, wie wir uns beim Jahrhundertprojekt Brennerbasistunnel

überzeugt haben, jetzt ist vor allem Deutschland am Zug.

Für mich steht auch der zweigleisige Ausbau im Oberland außer Frage. Was

ich jedoch kritisch sehe, ist der Umgang mit den betroffenen Gemeinden. Viele

fühlen sich nicht ausreichend informiert oder eingebunden. Das habe ich auch im

Gespräch mit Verkehrsminister Hanke klar angesprochen – ebenso wie die Frage

der deutschen Zulaufstrecken.